Achtung! Hier parkt der Fiat 850 Fanclub aus Lüchow!
Etwas größer als der Fiat Cinquecento hatte der Fiat 850 in den 60er-Jahren seinen ganz besonderen Charme und ist heute vor allem in unserem Lüchower Freundeskreis beliebt.
Der Ottocento-Cinquanta (Fiat 850) ist eine kleine Limousine mit Heckmotor, die seit 1964 von den Fiat-Werken gebaut wurde. Er wurde als Ergänzung des damaligen Fiats 600 konzipiert und verwendet den gleichen Motor, nur mit einem größeren Hubraum und einer besseren Leistung, mit 37 statt 34 PS. Dadurch erreichte der Fiat Spitzengeschwindigkeiten von ca. 126 km/h. Die Karosserie war modern geformt und der Kofferraum größer, da der Tank verlegt wurde. Zudem ließ sich die Rücksitzbanklehne umklappen, um noch mehr Staufläche zu haben.
Zusätzlich zur Limousine kamen ein Coupé, ein Spider, ein Special der Limousine und ein T (Kleinbus/Lieferwagen) auf den Markt. Coupé und Spider erreichten Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h und waren optisch an höhere Ansprüche angepasst. Dazu gehörten Sportsitze, ein Rundtachometer, ein Sportlerlenkrad und ein neu gestaltetes Armaturenbrett. Gebremst wurde nicht mehr durch Trommel-, sondern durch Scheibenbremsen. Im Jahr 1968 wurden die Modelle Sport Coupé und Sport Spider mit einer Leistung von 52 PS eingeführt. Dazu gehörten beim Coupé Doppelscheinwerfer und eine Abrisskante am Heck mit runden Doppelrückleuchten. Im Gegensatz dazu hatte der neue Spider senkrecht stehende Schweinwerfer, eine höhere Stoßstange, die mit Hörnchen aufgelockert waren und lackiertes statt poliertes Aluminium als Heckblech. Mit dem Spider sind Höchstgeschwindigkeiten bis zu 155 km/h möglich.
Nachdem weltweit fast 2,3 Millionen Modelle verkauft waren, wurde die Produktion des Coupés, der Limousine und des Spiders in den Jahren 1972-1973 eingestellt. Ersetzt wurde die Limousine anschließend durch den Fiat 127 und der Spider durch den Fiat X1/9, während Fans wie wir auch heute noch am unübertroffenen Design des Kultautos 850 hängen.
Doch auch so kommen wir nicht an Oldtimern jeglicher Art und Herkunft vorbei, sondern nehmen immer gerne an Oldtimertreffen teil. Im Sommer cruisen wir mit unsern alten Gefährten durch Lüchow-Dannenberg und machen durch ein großes Hupkonzert auf uns aufmerksam. Hier im Blog informieren wir über den 850, unsere Treffen und alles, was sonst so mit uns Oldies zu erleben ist: Oldie, but Goldie!
Schon seit es Menschen gibt, werden Güter transportiert, zuerst mit einer Art Rucksack, nach der Erfindung des Rads auf Karren, später mit Pferdekutschen und seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts mit Lkws. Die großvolumigen Fahrzeuge in den unterschiedlichsten Formen sind aus dem Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken.
Lkws – fast einhundertzwanzig Jahre Geschichte
Die Geschichte des Lkws begann Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Großbritannien mit dem erfolglosen Versuchen, die Dampfkraft auch für Fahrzeuge zu nutzen. Erst nachdem Wilhelm Maybach (Automobilhersteller, 1846-1929) Oktober 1896 seinen Lastkraftwagen „Phönix“ mit einem Verbrennungsmotor konstruierte, wurde der Lkw populär. Das Unikum, gebaut bei DMG (Daimler-Motoren-Gesellschaft), besaß einen Zweizylinder Unterbaumotor und eine Nutzlast von eineinhalb Tonnen. Die vier PS des 1,06-Liter-Motors schafften die sagenhafte Geschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern. Weitere Modelle mit eineinhalb bis fünf Tonnen Nutzlast und vier bis zehn PS brachte Daimler noch im selben Jahr auf den Markt. 1903 kam von NAG (Nationale Automobil Gesellschaft) der weltweit erste Sattelzug, ein Lkw mit Anhänger, im gleichen Jahr baute Büssing Lkws mit Zahngruppengetriebe und U-Rahmen, ab 1905 auch mit Differenzialsperre. Die damaligen Lkw-Motoren gab es mit Vergasern, die unterschiedliche Brennstoffe wie Benzin, Petroleum oder Spiritus, vertrugen. Bereits 1910 stellt Büssing einen Sattelzug für Langmaterial vor.
Fiat – untrennbar mit der Lkw-Herstellung verbunden
Fiat beginnt am 11. Juni 1899 mit der Produktion von insgesamt zwanzig Exemplaren des 3 ½ HP. Dieser Wagen für vier Personen war mit dreieinhalb PS, Wasserkühlung, Dreiganggetriebe und einem sechshundert Kubik Zweizylinder Heckmotor ausgerüstet. Die Ansaldi-Werke übernahm Fiat bereits 1905, ab 1960 baute das Unternehmen, inzwischen die Brevetti-Fiat-Gesellschaft, neben Autos auch Lkws, Flugzeuge und deren Motoren sowie Züge, Landmaschinen, Schiffsmotoren und Kraftwerke. Dem zu Fiat gehörenden Lkw-Hersteller IVECO wurde die seit 1933 bestehende und von Fiat 1938 erworbene Firma OM 1968 untergegliedert, auch die Lkw-Hersteller Magirus-Deutz und UNIC gehören der IVECO Gruppe an. Durch diese Marken ist Fiat auf dem Lkw-Markt seit den dreißiger Jahren fest etablieren. Heute sind die Kleintransporter von Fiat, bekannter unter dem Namen Ducato, Scudo, Fiorino und Doplò Cargo, besonders bei Unternehmen mit geringem Transportvolumen, Handwerkern und bei Privatpersonen mit hohem Transportaufkommen beliebt. Sie werden gerne für Umzüge bei den gängigen Autovermietern geliehen, da die Transporter im Gegensatz zu Miet LKW mit dem alten Führerschein Klasse III zu fahren sind.
Fazit:
Mit der fortschreitenden Entwicklung des Lkw änderte sich das Transportverhalten, immer mehr und immer größere Mengen Transportguts können über weite Strecken befördert werden. Fiat glänzt dabei unter den Automobilherstellern nicht nur mit einer erfolgreichen Pkw-Produktion, sondern ist mit seinen Lkws und Kleintransportern erfolgreicher Bestandteil des Lkw- und Transportermarktes.
Bei einem Oldtimertreffen machten wir einmal ein Pärchen sehr glücklich. Dabei handelte es sich um Joachim und Manuela, die Anfang 50 waren und sich schon immer sehr für Oldtimer interessierten. An unserem Stand hielten sie besonders lange an und bewunderten den Fiat 850. Beitrag ganz lesen »
Noch heute sind zahlreiche Fiat 850 auf den Straßen unterwegs, doch eher als Liebhaberstücke und nicht unbedingt als täglicher Gebrauchswagen. Immerhin lief das erste Modell im Jahr 1964 vom Band und fand schon in jener Zeit viele Liebhaber. Beitrag ganz lesen »
Es ist schon etwas Großes und Wundervolles um den Fiat 850 Spider, den Jost seinerzeit als junger Student Anfang der 70er-Jahre vom sauer verdienten Geld erworben hatte und mit dem er noch heute in unserem Lüchower Club prahlt wie ein Schneekönig. Beitrag ganz lesen »
Wer ein Kraftfahrzeug oder einen Anhänger für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zulassen möchte, benötigt dazu ausreichenden Versicherungsschutz. Beitrag ganz lesen »